Flensburg

Die Stadt an der Förde lockt mit viel Wasser, einer Rummeile, vielen Treppen und jeder Menge Flair.

Flensburg liegt in Deutschland ganz oben. Bier, Erotik und Punkte in der Verkehrs­sünderdatei sind typische Assoziationen. Doch Deutschlands nördlichste Stadt kann viel mehr. Mit rund 95.000 Einwohnern ist Flensburg schon Stadt, bleibt aber sympathisch beschaulich. Im Hafen lie­gen modernste Luxusyachten neben his­torischen Großseglern. Enge Gassen und Kapitänshäuser treffen auf Shoppingmei­le und Einkaufszentren. Und nordische Gemütlichkeit begegnet skandinavischemLebensstil.

Von wegen Flachland

Wer sich zu Fuß einen Überblick über Flensburg machen will, hat eine gleicher­maßen sportliche wie reizvolle Herausfor­derung vor sich. Denn vom Wasser bis zum Stadtteil Westliche Höhe gibt es zahlreiche steile Straßen und Treppen zu meistern. Doch die Wege lohnen sich. Von der Nor­derstraße zweigt die Marientreppe mit 153 Stufen ab und belohnt mit einem fantas­tischen Ausblick. Und auch die St. Jürgen­treppe auf der gegenüberliegenden Seite gipfelt in einen wunderbaren Ausblick. Einen Panoramablick über den Hafen und die Innenstadt offeriert auch der Ausguck im Volkspark.

Die Hafenspitze: frisches Miteinander und alte Kutter

An der Hafenspitze, die direkt an die Alt­stadt grenzt, treffen sich Einheimische und Touristen zum Klö­nen und Verweilen. Von hier aus starten auch die Ausflugsschiffe zu Fahrten auf der Förde oder nach Dänemark. Ein Muss für Seeleute aber auch für Landratten ist der historische Hafen, wo es ein einmali­ges Ensemble historischer Segel-, Motor-und Dampfschiffe zu entdecken gibt. Ein leckeres Fischbrötchen gehört dazu. In der Museumswerft werden aus privater Initi­ative alte Schiffe restauriert, gebaut und gefahren. Maritime Schätze wie die DAG­MAR AAEN von Polarforscher Arved Fuchs haben hier angelegt. Von Mai bis Okto­ber sticht an Sonntagen auch Flensburgs Wahrzeichen, der Salondampfer Alexan­dra, in See. Im Lüttfischerhafen liegt die Jollensammlung des Museumshafens, die zur Segelausbildung zur Verfügung steht. An der Schiffbrücke 39 erzählt das Flens­burger Schifffahrtsmuseum die mariti­me Geschichte der Stadt.

Rumhäuser und Seemannskneipen

Flensburg ist die Stadt des Rums. Ab 1755 fanden Kolonialwaren wie Baumwolle und Tabak ihren Weg per Segelschiff von Westindien nach Flensburg. Vor allem Zucker und Rum gehörten zu den begehrten Importen aus der Karibik. In den Flensburger Zuckersiedereien und Rumhäusern wurden die Rohstoffe veredelt. Noch heute zeugen viele prächtige Kontorhäuser und Kaufmannshöfe in der historischen Altstadt von dem Reichtum, den Flensburger Reeder und Kaufleute im Überseehandel erwirtschaftet haben. In der Blütezeit des Rums gab es in Flensburg über 200 Rumhäuser. Heute sind es noch zwei, die die Tradition weiterleben lassen: das alteingesessene Rumhaus Johannsen in der Marienstraße und das Wein- & Rumhaus Braasch in der Roten Straße mit eigenem Rum-Museum. Die „Rum & Zuckermeile“ führt auf einer rund drei Kilometer langen Tour zu den Spuren des Erbes aus der Kolonialzeit. An 20 denkmalgeschützten Stationen weisen kleine Schilder mit Zuckerhut oder Rumfass auf den geschichtlichen Hintergrund hin. Ein Faltblatt sowie ein Audiowalk in deutscher und dänischer Sprache sind im Schifffahrtsmuseum Flensburg erhältlich. Wer die maritimen Sehenswürdigkeiten der Stadt auf einem Rundgang entdecken möchte, sollte dem Kapitänsweg folgen. Mit Steuerrädern markierte Bodenplatten kennzeichnen den knapp fünf Kilometer langen Weg, zweisprachige Schilder erzählen die Geschichten aus dem Seefahrerleben. Los geht‘s am Zollhaus.

Munteres Markttreiben

Flensburg besitzt zwei große Marktplätze. Der wohl älteste Marktplatz der Stadt ist der Nordermarkt. Der schöne Platz mit seiner historischen Bebauung ist nicht nur Postkartenmotiv, sondern auch beliebter Treffpunkt für Einheimische und Besucher. Essen, trinken und schnacken stehen hier auf dem Programm. Auf dem Südermarkt findet mittwochs und sonnabends der Wochenmarkt statt.

 

Tipp

SH GUIDE Teaser Sehenswürdigkeiten, Restaurants und Cafés, Einkaufsmöglichkeiten und Freizeitempfehlungen – der SH GUI­DE Flensburg und Flensburger Förde 2020/21 bietet auf 150 Seiten die bes­ten Tipps aus der Region. Kostenfrei erhältlich bei den Tourist-Informatio­nen sowie in vielen Geschäften, Muse­en und Restaurants. Alle Infos auch hier.

 

Häfen in Flensburg
Region
Ort
Ausstattung
Suchfilter: