Der Anker fällt!

Zehn Tipps für schöne Ankerplätze in Deutschland und Dänemark

Ein ruhiges Plätzchen, geschützt mit gutem Untergrund – das wünschen sich Segler und Motorbootfahrer zum Ankern. An der deutschen Ostseeküste und in Dänemark gibt es zahlreiche Möglichkeiten, den Anker fallen und die Seele baumeln zu lassen. Und was gibt es schöneres, als morgens direkt vom Boot schwimmen zu gehen oder den Sonnenuntergang am Abend zu genießen. Hier unsere Top 10-Ankerplätze. Und zugegeben: Es gibt noch so viele mehr – aber irgendwo muss man ja anfangen … ;-)

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Text und Fotos: Nina Schubert

Ankern vor Aschau in der Eckernförder Bucht

Insbesondere bei südlichen Winden liegt man hier wie in Abrahams Schoß. Die Steilküste bietet Schutz, der Untergrund ist meist sandig. Mit dem Schlauchboot oder SUP kann man an den kleinen Sand- und Naturstrand paddeln und entweder hier baden oder oben auf der Steilküste wandern. Am Abend genießt man den Sonnenuntergang über Eckernförde.

Ankern im Wormshöfter Noor bei Maasholm

Traumschön ist es in dem kleinen Noor bei Maasholm. Die Wassertiefe beträgt etwas mehr als zwei Meter, der Boden ist sandig bis schlickig. Ein Ausflug an Land lohnt sich auf jeden Fall, schließlich ist der Fischerort Maasholm eine echte Perle an der Schlei. Besonders empfehlenswert ist es, sich die Füße auf einer Wanderung „De Maas rund“ zu vertreten. Am Abend gibt es traumhafte Sonnenuntergänge über der Schlei.

Ankern im Jasmunder Bodden

Die Boddengewässer um Rügen locken mit traumhafter Landschaft und Naturidylle pur. Aufgrund der teilweise sehr flachen Gewässer sowie der Nationalpark- und Naturschutzgebiete ist Ankern nicht überall möglich und erlaubt. Ein guter Tipp ist die Westküste des Jasmunder Boddens. Hier liegt man gut geschützt bei westlichen Winden.

Ankern im Achterwasser bei Usedom

Zwischen der Insel Usedom und dem Festland liegen gut geschützte Ankerplätze. Bei östlichen Winden liegt man besonders schön in der Krumminer Wiek und genießt den Blick auf traumhafte Sonnenuntergänge. Sehr beliebt als Ankerplatz ist auch die Halbinsel Loddinger Höft. Bei südlichen Winden empfiehlt sich die kleine Bucht bei Zinnowitz.

Ankern in der Dyvig (DK)

Vor Dyvig findet man eine Ankerbucht, die sich großer Beliebtheit erfreut. Wenn die beiden Häfen am Hotel und Dyvig Bådelaug voll sind, ist es auch eine echte Alternative, hier den Anker fallen zu lassen. Man liegt hier gut geschützt. Sehr idyllisch ist es auch in der Mjelsvig (Tiefgang beachten!). Hier liegt man bei allen Windrichtungen geschützt. Alternativ macht man in dem kleinen Hafen am Ende der Mjelsvig fest.

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Ankern in der Helnaes Bugt (DK)

Im Südwesten von Fünen liegt die Helnæs Bugt, die bei Winden aus allen Richtungen sichere Ankerplätze bietet. Die besten Plätze finden sich im Norden der Bucht zwischen Fünen und der vorgelagerten Insel Agernæs. Sehr empfehlenswert sind auch die Ankerplätze im Schutz der kleinen Inseln Illumø, Horsehoved und Vigø.

Ankern im Genner Fjord (DK)

Zu den schönsten Fjorden in Dänemark, die viele auf „der Durchreise“ verpassen, zählt der Genner Fjord nördlich der Bucht von Aabenraa. Auch bei östlichen Winden findet man hier guten Schutz. Am besten eignen sich die Plätze am Südufer, wo die Wassertiefe zwei bis drei Meter beträgt. Von hier ist es nicht weit nach Kalvø.

Ankern im Revkrog (DK)

An der Südostecke der Insel Avernakø finden sich traumhafte Ankerplätze mit „Südseefeeling“. In der gut geschützten Bucht  mit der schönen Aussicht gibt es neben gutem Ankergrund  (Sand) auch ein paar Muringbojen. Revkrog bietet bei westlichen und südlichen Winden optimalen Schutz. Alternativ findet man Schutz im Hafen von Avernakø.

Ankern im Mariager Fjord (DK)

Den Fjord südlich vom Limfjord haben deutsche Segler selten „auf dem Schirm“, doch lohnt sich das Anlaufen. Die flussartige Einfahrt bietet eine Vielzahl von schönen Ankerplätzen. Im inneren Teil des Fjords ist das Fahrwasser tief bis unter die Küste. Hier kann man sehr nah ans Land fahren und den Anker werfen oder eine der vielen Ankerbojen benutzen.

Ankern im Guldborgsund (DK)

Der Guldborgsund zwischen Lolland und Falster ist ein malerisches Revier. Der Sund hat eine Solltiefe von 2,1 m, der Wasserstand ist jedoch stark schwankend und sollte vor Befahren erfragt werden. Im Sund gibt es viele gute Ankerplätze, zum Beispiel südlich von Nykøbing. Der Grund ist recht fest, daher muss der Anker mit Motorkraft „eingegraben“ werden. Zu beachten ist neben Wind und Windrichtung hier besonders auch der Strom, der mit den Gezeiten hin- und herpendelt.

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