Missunde

An der schmalsten Stelle der Schlei liegt das geschichtsträchti­ge Örtchen Missunde. Am 2. Februar 1864 fand hier das Gefecht von Missunde statt, das den Auftakt des Deutsch-Dänischen Krieges bildete. Damals versuchte die Preußische Armee unter Befehl von Prinz Friedrich Karl, das Dorf Missunde einzuneh­men und damit den Übergang über die Schlei zu erzwin­gen. Der Angriff wurde trotz zahlenmäßiger Unterlegenheit zunächst von den Dänen zurückgeschlagen, allerdings wurde die Verteidigungslinie nur drei Tage später aufgegeben. Heute ist Missunde ein Ort für Erholungssuchende, Naturliebhaber und natürlich Wassersportler. Die besondere Lage lockt Feri­engäste und Segler gleichermaßen an. Ein beinahe nostalgi­sches Erlebnis ist die Benutzung der Schleifähre. Die an einem Seilzug geleitete Fähre verbindet bereits seit über 50 Jahren die beiden Schleiseiten Schwansen (Missunde) und Angeln (Brodersby) miteinander. Die Gastronomie am Fähranleger verwöhnt mit regionaler Küche und ist bei Einheimischen und Urlaubern ebenso beliebt wie bei den Seglern im dazugehöri­gen Yachtclub.