Arnis

Klein, aber oho! Das beschauliche Arnis ist die kleinste Stadt Deutschlands und nicht nur wegen dieses Alleinstellungs­merkmals einen Besuch wert. Unweit von Kappeln und nur acht Seemeilen von Schleimünde entfernt, lockt die Perle an der Schlei mit viel maritimem Charme und besonderer Geschichte: 1667 verweigerten über 60 Fischer- und Schifferfa­milien in Kappeln dem Gutsherrn Detlev v. Rumohr auf Roest den Untertaneneid, um der Leibeigenschaft zu entgehen. Der Gottorfer Herzog Christian Albrecht überließ den aus Kappeln Vertriebenen die damalige Schlei-Insel Arnis zur Gründung einer Siedlung. An der von alten Kopflinden gesäumten Lan­gen Straße stehen die ältesten Häuser von Arnis mit Fachwerk und zum Teil noch mit Utluchten, wie die ebenerdig vorge­bauten Fenster genannt werden. Am südwestlichen Ende der Straße führt eine Gasse zum idyllischen Friedhof mit der his­torischen Schifferkirche von 1673. Der sehenswerte Innenraum wird durch vier Votivschiffe geschmückt. Mit den Bootsstegen, Marinas und mehreren Werften sowie einer Segelmacherei im Nachbarort Grödersby hat Arnis noch heute maritime Bedeu­tung. Von den Yachthäfen aus sind es nur wenige Schritte in die „Innenstadt“. Besucher, die mit dem Auto kommen, lassen ihr Fahrzeug am besten auf dem Parkplatz am Ortseingang stehen. Ein Wanderweg führt direkt am Wasser in 30 Minuten rund um die Stadt. Der familienfreundliche Strand lädt zum unbeschwerten Badevergnügen. Wer von Arnis auf die gegen­überliegende Schleiseite gelangen möchte, nutzt die Seilfähre nach Sundsacker. Übrigens: In Arnis findet in den Sommermo­naten jeden Mittwoch eine Mittwochsregatta des Segelvereins Arnis statt.

 

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