Friedrichstadt

Baumbestandene Grachten, Treppengiebelhäuser und reizvolle Brücken machen Friedrichstadt zur Holländerstadt. Das Wasser für die Grachten kommt aus Eider und Treene, die Bauweise und so einige Bräuche kommen tatsächlich aus den Niederlan­den. Denn Friedrichstadt war im Mittelalter eine der wenigen Toleranz-Städte, die Glaubensfreiheit gewährte. Dieses war der Grund, warum niederländische Remonstranten zu den ersten Siedlern gehörten und neben Baumaterialien auch diverse Tra­ditionen aus den Niederlanden mitbrachten. Noch heute zeugen mehrere Kirchen und die Synagoge von der religiösen Vielfalt. Trotz großer Zerstörungen im Deutsch-Dänischen Krieg 1850 ist das historische Stadtbild weitgehend erhalten geblieben. Bei einem Stadtbummel trifft man allerorten auf alte Hausmarken – bunte Bilder an den Giebeln – und prächtige Bauwerke wie das Fünfgiebelhaus, das Neber- und das Kettererhaus. Eine weitere Leidenschaft der Friedrichstädter sind die Rosen, die die gepflas­terten Straßen zur romantischen Kulisse machen. Für Kulturinte­ressierte gibt es zahlreiche Galerien und Museen.