Kattegat & Limfjord

Kattegat

Der Kattegat ist ein großes Fahrwasser nördlich von Seeland. Bei ablandigem Wind ist die Chance für einen ruhigen Törn auf dem Kattegat recht groß. Geht es aber quer rüber oder sogar nach Norden Richtung Anholt oder Læsø, kann die See durchaus ungemütlich werden – es sollte nur bei ruhigen Wettermeldungen losgesegelt werden. Nördlich liegt der Limfjord, welcher einmal quer durch Jütland bis in die Nordsee verläuft. Hier gibt es mehr als 40 Häfen, viele Inseln, Buchten, Ankerplätze und die allerschönste Natur.

Auf der Jütlandseite des Kattegats liegen die tiefen stillen Fjorde Ostjütlands. Horsens, Vejle, Juelsminde und Mariager sind üppig und grün und gut geschützt vorm Westwind. Alle bieten attraktive Häfen und es gibt viel zu sehen und zu entdecken, wenn man an Land kommt. Die Natur ist wunderschön und üppig, es gibt tolle Möglichkeiten für Fahrrad- und Wandertouren. Die geschützten Fjorde werden seit Jahrhunderten als sichere Häfen genutzt. Die Fjordhäfen erzählen gern ihre Geschichten, welche auf Stadtwanderungen und in Museen entdeckt werden können. Die Städte sind den Häfen entwachsen, sie hängen zusammen und bieten ein spannendes und attraktives Reiseziel mit Galerien, Aktivitäten und Events.

Die Inseln im Kattegat

Es gibt viele Inseln im Kattegat. Sie sind sehr unterschiedlich, aber jede für sich ist einen Besuch wert. Am südlichsten liegen Samsø, Endelave und Tunø. Samsø gehört zu den größeren Inseln des Landes und steht für eine gut funktionierende Inselgesellschaft mit mehreren Städten und Häfen, ein gut entwickeltes Touristengeschäft und vielen, vielen Touristen. Es macht Spaß die Häfen der Insel zu besuchen – es werden viele Aktivitäten angeboten, alles liegt in der Nähe, und mit dem Fahrrad ist man schnell direkt in der wunderschönen Natur und bei den Hofläden. Besuche der kleineren Städte sind erholsam und verlocken dazu, bepackt mit regionalen Produkten für das Abendessen zurückzukehren. Tunø ist Samsøs kleiner Bruder, eine kleine vielbeschäftigte Insel mit einem eigenen Festival im Sommer – dieses Jahr vom 17. bis 20. Juli. Den ganzen Sommer über werden viele Aktivitäten und Musikarrangements angeboten. Der gut aufgestellte Kaufmann und die Restaurants sorgen dafür, dass es an nichts fehlt. Die Natur ist schön und es gibt viele fahrrad- und Wanderwege.

Endelave ist eine winzig kleine Insel mit 120 Einwohnern. Hier steht die Zeit nahezu still. Die Natur ist überwältigend, unberührt und schön. Es gibt einen Kaufmann, ein Restaurant, schöne Fahrradwege und vor allem ganz viel Ruhe. Weit, weit draußen im Kattegat liegt Anholt, eine Naturschönheit die man unbedingt besuchen sollte. Die Natur ist außergewöhnlich, unter anderem mit einer Wüste mit ganz ungewöhnlicher Fauna. Das Meer und der Wind sind stets frisch und laden zu Fahrrad- und Wandertouren ein. Soweit draußen auf dem Meer gibt es viele Aktivitäten, Musik, Auftritte und eine ganz besondere Stimmung.

Windmühlen

Windkrafträder schießen an immer mehr Stellen des Kattegat aus dem Meeresboden, sowohl bei Samsø also auch bei Anholt gibt es große Parks. Sollte es Unsicherheiten bezüglich der Durchfahrtsregeln geben, hier das Wichtigste zusammengefasst: Grundsätzlich ist es in Dänemark erlaubt, durch die Windparks zu segeln – im Gegensatz zu deutschen und englischen Fahrwassern, wo es verboten ist. Allerdings erfolgt das Segeln zwischen den Windkrafträdern auf eigene Gefahr – der gesunde Menschenverstand sollte eingeschaltet sein und ein guter Abstand zu den Windrädern eingehalten werden, eben genau so, wie man auch an einem Leuchtturm vorbei segelt. Die Abstände zwischen den Windrädern betragen immer rund 600 Meter, mal etwas mehr, mal etwas weniger. Es ist verboten zu den Windrädern hinzusegeln, dort festzumachen und auf die Windräder rauf zu klettern. Sollte eine unglückliche Situation dazu führen, dass das Schiff auf ein Windrad zugetrieben wird oder es aufgrund von Havarie unumgänglich ist, an einem Windrad festzumachen, kann die Kenntnis, wie so eine Anlage unter Wasser aussieht, hilfreich sein. DONG Energy, Bauherr der meisten dänischen Windparks, erklärt, dass keine Gefahr besteht, unter Wasser gegen etwas zu stoßen, da die Türme dort genauso gebaut sind wie über der Wasseroberfläche. Einige Türme stehen einfach auf dem Meeresgrund und sind von einem Steinwall umgeben, auch hier besteht keine Gefahr. Andere Türme haben ein Fundament, zum Beispiel die bei Rødsand und Nysted. Bei einem Tiefgang von unter vier Metern besteht auch hier keine Gefahr.

Begegnungen mit großen Pötten

Ist ein 250 Meter langes Tankschiff vollbeladen auf der Route T unterwegs, hat es wahrscheinlich eine Ladung von 100.000 Tonnen Rohöl und einen Tiefgang von 13-17 Metern. Für dieses Schiff wird es schwer, vom Kurs abzuweichen, denn es muss dann immer damit rechnen, auf Grund zu laufen. Für Freizeitsegler gehört es zum guten Ton darauf zu achten, dass kein großes Schiff dazu genötigt wird, ausweichen zu müssen.

 

Der Limfjord

Der Limfjord ist auf der einen Seite ein gut geschütztes Fahrwasser, andererseits kann aber auch hier kräftiger Wind wehen, und Wind und See zeigen sich gelegentlich von ihrer rauen Seite. Hier gibt es mehr als 40 Häfen, kleine Buchten, Engen und Breiten. Grüne Küsten, Inseln, Brücken und Städte laden zu Entdeckungstouren ein. Die kleinen Fähren pendeln hin und her, und man muss durch oder unter vielen Brücken entlang. Hier gibt es immer eine kleine Portion Extra-Spannung für den Segeltörn. Man sollte sich über Öffnungszeiten und Durchfahrtsregeln der Brücken informieren – im Allgemeinen öffnen die Brücken auf das Zeichen der blau-weiß karierten Signalflagge N, sicherheitshalber sollten man sich jedoch im Vorwege genau informieren. Die Eisenbahnbrücke in Aalborg hat besondere Öffnungszeiten.

Man kann behaupten, dass der Limfjord eigentlich in zwei Teile geteilt ist: Einen Fjordteil von Hals bis Løgstør im eigentlichen Sinn, welcher den anderen ostjütländischen Fjorde sehr ähnelt, während der andere Teil des Fjordes eher einem Inselmeer gleicht, mit vielen kleinen Inseln. Muscheln sind aus dem Limfjord nicht wegzudenken. Wer hier segelt, trifft mit Sicherheit einen Muschelfischer bei der Arbeit. Ist das Netz voll, wird es eingeholt und auf dem Schiffsdeck abgeladen. In vielen Häfen und auch auf dem Wasser ist es meist möglich, einen Eimer frische Muscheln im Tausch zu ergattern. Wer diese bis zum nächsten Tag in Salzwasser stehen lässt, muss die Muscheln nicht mehr putzen. In Weißwein und Sahne gekocht, können sie dann mit frischen Brot genossen werden.

Es gibt viele tolle Ankerplätze im Limfjord; es ist zu empfehlen einen guten, erprobten Anker dabei zu haben und diesen in einer stillen Nacht in einer der wunderbaren Buchten zu benutzen.

Limfjordbrücke

1. Mai bis 30. September 05:00 bis 21:00 Uhr
1. Oktober bis 30. April 06:00 bis 19:00 Uhr

Die Brücke öffnet innerhalb der angegebenen Zeiträume immer zur vollen Stunde, mit Ausnahme von einigen Zeiten am Montag, Mittwoch und Donnerstag.

Auf der östlichen und westlichen Seite der Klapphälfte befindet sich eine Tafel, auf welcher die nächste Öffnung angezeigt wird. Eine Brückenöffnung außerhalb der Öffnungszeiten kann während der Öffnungszeiten mit dem Brückenwärter abgesprochen werden (VHF, Kanal 16 oder telefonisch +45 98 12 00 35).