Abstecher ins Inselparadies

Keine Palmen, keine tropischen Temperaturen, keine kilometerlangen feinsandigen Strände und doch ist sie ein wahres Paradies: die Dänische Südsee. Die Inselwelt liegt südlich der Insel Fünen und besteht aus kleinen und großen, bewohnten und unbewohnten Inseln. Ein Törn durch den Svendborgsund und durch dieses Paradies gehört zu den schönsten Segelerlebnissen.

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An der Mündung des Svendborgsunds liegt Skarø. Der kleine Hafen der Insel ist recht geschützt, verfügt über alles Wichtige wie Wasser und Strom auf dem Steg, saubere Sanitäranlagen, Spielplatz und Grillmöglichkeit. Etwa 30 Menschen leben auf Skarø, die meisten davon im Dorf. Eine Inselquerung ist per Fahrrad und zu Fuß locker möglich – schließlich ist das Eiland gerade mal knapp zwei Quadratkilometer groß. Wir machen uns auf zum Spaziergang zu der kleinen Kirche aus dem Jahr 1900. Sie wurde aus rotem Backstein gebaut, die Glocke hängt hier nicht im Turm, sondern unter dem Dach am Giebel. Die Kirche ist umgeben von einem idyllischen Friedhof. Das Studieren der Namen und Daten auf den Grabsteinen verrät viel über die Geschichte der Bewohner. Zurück im Dorf belohnen wir uns mit einem Eis im Café – ein absoluter Tipp! Das Bio-Eis „Is fra Skarø“ mit Birkensaft wird hier produziert und ist einfach fantastisch im Geschmack. Nur ein paar Meter weiter die Straße entlang entdecken wir einen tollen Kräutergarten, der besichtigt werden darf. Die Schweine nebenan genießen ganz offensichtlich das gute Leben auf dem kleinen Eiland. Wir fühlen uns wie in Bullerbü.

20160823 145529 webEinsame Spitze: Die Backsteinkirche auf Skarø ist schon von Weitem ein Hingucker. 20160823 153008 webLandidylle: Auf Skarø fühlen sich die Schweine pudelwohl.

 

Am nächsten Tag machen wir uns bei schwacher Brise auf ins nächste Paradies. Nur wenige Meilen entfernt von Skarø liegt die etwa 600 Hektar große Insel Avernakø. Wir machen fest im Avernakø Havn. Auch dieser Hafen ist gut ausgebaut, im Café sind morgens Brötchen erhältlich. Bei traumhaftem Wetter schwingen wir uns auf unsere Bordfahrräder und machen eine Tour über die stark landwirtschaftlich geprägte Insel. Ursprünglich waren es mal zwei selbstständige Inseln. 1937 wurden Korshavn und Avernak mit einem Damm verbunden. Unsere Tour führt uns vorbei am Kaufmannsladen (hier gibt es alles für den täglichen Bedarf) und weiter vorbei an reetgedeckten Häuschen und an malerischen Wiesen und Feuchtgebieten. Schlange und Eidechse kreuzen unseren Weg. Rast machen wir am Strand an der Nordspitze der Insel. Apropos Strand: Rund 19 Kilometer Strand gibt es auf Avernakø – Naturstrände, die zum Verweilen wie zum Sprung in die Fluten einladen. Auf dem Rückweg versorgen wir uns an Selbstbedienungsständen mit Gemüse direkt vom Bauern, beim Kaufmann gibt’s leckeres Grillfleisch – einem Abend auf dem gemütlichen Grillplatz am Hafen steht nichts mehr im Wege.

20160824 181849 webAussichtsreiche Hafentage: Im Avernakø Havn liegt man geschützt und genießt den Blick auf die Inselwelt.

20160824 201555 webEinfach traumhaft: Auf Avernakø sind romantische Sonnenuntergänge inklusive.

Von Mommark geht es am nächsten Tag über die ruppige Flensburger Förde zurück nach Eckernförde. Die Tage in der Dänischen Südsee versüßen uns den zum Teil verregneten und stürmischen Segelsommer. Und es ist jetzt schon klar: Wir kommen wieder. Wie schön, dass das Paradies so nahe liegt.Nach zwei Tagen auf Avernakø setzen wir unsere Reise weiter fort. Unsere Lieblingsinsel Lyø lassen wir dieses Mal aus. Stattdessen machen wir fest in Mommark. Der Hafen ist vor ein paar Jahren aus dem Dornröschenschlaf erwacht, und das hat sich mittlerweile herumgesprochen. Wir haben noch Glück und finden einen Liegeplatz an den Schwimmstegen, bevor das große Im-Päckchen-liegen-oder-Weitersegeln am späten Nachmittag beginnt. Wir dagegen genießen den Sandstrand, statten den Ziegen einen Besuch ab und genießen am Abend die Livemusik (der Hafenmeister gibt sich die Ehre im Café) zum kühlen Getränk.

20160826 200945 webMeckernde Zaungäste: In Mommark gehören die
Ziegen zum Hafenambiente.

Nach zwei Tagen auf Avernakø setzen wir unsere Reise weiter fort. Unsere Lieblingsinsel Lyø lassen wir dieses Mal aus. Stattdessen machen wir fest in Mommark. Der Hafen ist vor ein paar Jahren aus dem Dornröschenschlaf erwacht, und das hat sich mittlerweile herumgesprochen. Wir haben noch Glück und finden einen Liegeplatz an den Schwimmstegen, bevor das große Im-Päckchen-liegen-oder-Weitersegeln am späten Nachmittag beginnt. Wir dagegen genießen den Sandstrand, statten den Ziegen einen Besuch ab und genießen am Abend die Livemusik (der Hafenmeister gibt sich die Ehre im Café) zum kühlen Getränk.

Von Mommark geht es am nächsten Tag über die ruppige Flensburger Förde zurück nach Eckernförde. Die Tage in der Dänischen Südsee versüßen uns den zum Teil verregneten und stürmischen Segelsommer. Und es ist jetzt schon klar: Wir kommen wieder. Wie schön, dass das Paradies so nahe liegt.


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