„Im Augenblick hat die Kampagne „Wächter der Meeresumwelt“ 16.664 Mitglieder – eine beträchtliche Zahl, die mit ihren unverkennbaren Wimpeln eine große präventive Wirkung entfalten“, meint Birgitte Vagnholm, die für die Kampagne der Meeresumweltwächter im Verteidigungskommando der Vereinten Streitkräfte (Værnsfælles Forsvarskommando) verantwortlich ist. Sie berichtet, dass die Kampagne 2014 die Bezeichnung änderte: Aus „Stopp das Öl“ wurde „Wächter der Meeresumwelt“:

„Der Grund ist, dass wir gern die Kampagne ausweiten möchten, um ganz allgemein einen Einsatz gegen die Verschmutzung unserer Gewässer durch Abfälle und insbesondere Plastikmüll zu leisten. Seit der Saison 2014 sind wir unter „Havmiljøvogterkampagnen“ im Facebook und im Internet auf der Website havmiljøvogter.dk zu finden, und wir haben eine APP „Stopp das Öl“ (Stop olien) zum Herunterladen entwickelt. Damit können die Wächter der Meeresumwelt Bilder von einer Verschmutzung aufnehmen und mit Position, Zeitpunkt, Namen des Schiffes usw. an das Verteidigungskommando der Vereinten Streitkräfte (Værnsfælles Forsvarskommando) einsenden.“

 

Wir hoffen auf mehr

„Wir freuen uns, dass so viele Menschen zu einer besseren Meeresumwelt beitragen wollen. Das Verteidigungskommando der Vereinten Streitkräfte (VFK) sieht gern, dass noch mehr Leute sich anschließen. Schon die Anwesenheit der Umweltwächter zur See hat wahrscheinlich eine präventive Wirkung, und natürlich sind auch konkrete Meldungen über Ölemissionen überaus wichtig“, schreibt das VFK in seinem Jahresbericht.

Neben der Überwachung durch Flugzeuge erhielt das VFK 2014 471 Satellitenbilder von der maritimen EU-Organisation European Maritime Safety Agency (EMSA). Insgesamt haben die Satellitenbilder und die zahlreichen Wächter der Meeresumwelt erheblich zur Überwachung der Meeresumwelt beigetragen.

Die Gesamtzahl der gemeldeten Ereignis ist in diesem Jahr etwas gestiegen, von 406 im Jahr 2013 auf 447 im Jahr 2014. Die Zahl der festgestellten Ölemissionen aus der Schifffahrt ist ebenfalls ein wenig gestiegen von 39 im Jahr 2013 auf 44 im Jahr 2014. Das VFK kann mit Genugtuung feststellen, dass trotz des intensiven Verkehrs in den dänischen Gewässern 2014 keine Unfälle mit einer größeren Ölverschmutzung eintraten.“